PRESSEMITTEILUNG

Unerkannt durch Freundesland
 – Illegale Reisen durch das Sowjetreich
Ausstellung und Rahmenprogramm

Diskussion über historische und aktuelle Russlandbilder in Kultur, Medien und Politik
Eröffnung: Freitag, 17. April, 19–21 Uhr
mit Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung

Berlin. Am Freitag, den 17. April, 19–21 Uhr eröffnet das August Bebel Institut in seiner Galerie die Ausstellung »Unerkannt durch Freundesland – Illegale Reisen durch das Sowjetreich«. Gleichzeitig startet auch ein umfangreiches Rahmenprogramms zu historischen und aktuellen Russlandbilder in Kultur, Medien und Politik.
Die Kuratorin und Filmemacherin Cornelia Klauß und Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung und selbst Zeitzeuge als „UdF-Reisender“ werden die Ausstellung eröffnen.

In den aktuellen Debatten über Russland spielen »Russlandbilder« vergangener Epochen und der jüngsten Geschichte eine wichtige Rolle. Jenseits von Propaganda und Stereotypen bietet die Ausstellung »Unerkannt durch Freundesland« (UdF) mit Fotoserien, Video-Interviews und Schmalfilmen ganz besondere Einblicke von Reisenden aus der DDR in die Sowjetunion. Wir nehmen wiederum diese Bilder zum Anlass, in einem Rahmenprogramm über »Russlandbilder – bis heute«, die aktuelle politische Situation in Russland und das Verhältnis zwischen Russland und Deutschland zu sprechen.

Ausstellung. Um ihr Fernweh zu stillen, nutzten abenteuerlustige junge Menschen in der DDR ein Schlupfloch in der Visa-Bürokratie aus, indem sie die Möglichkeit eines Transitvisums durch die Sowjetunion in Anspruch nahmen. So reisten sie in das Land des »Großen Bruders« ein, verließen jedoch schnellstmöglich die vorgeschriebene Route und fuhren wochenlang ohne legalen Aufenthaltsstatus durch den Kaukasus, Mittelasien und Sibirien, immer auf der Flucht vor KGB und Miliz – »unerkannt durch Freundesland« (UdF).

Rahmenprogramm. Vor dem Hintergrund der Bilder dieser Reisenden wagen wir eine Diskussion über die aktuellen Bilder Russlands in unseren Köpfen und in politischen Auseinandersetzungen: In Deutschland bestand und besteht nach wie vor ein widersprüchliches Bild Russlands: 25 Jahre nach Ende des Kalten Krieges behaupten Umfragen gilt das Land vielen wieder als Gefahr. Wir schauen in unserer Veranstaltungsreihe auf Russlandbilder vom Zarenreich bis heute, befassen uns mit den Ost-Berliner Blicken auf die UdSSR und fragen junge deutsch-russische Berliner*innen aus Kultur, Medien und Politik zu ihren Meinungen, den aktuellen Entwicklungen in Russland und zur Art und Weise, wie darüber in Deutschland diskutiert wird.

Ausstellung: Mo 20. April bis Fr 29. Mai 2015

Öffnungszeiten: Mo, Mi, Do, Fr 14–18 Uhr, Di n.V.

Galerie des August Bebel Institut | Müllerstr. 163 | S/U Wedding (Ringbahn, U6, Bus 120)

Ingo Siebert

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