6. Dezember 2013, 19 Uhr // Eintritt gegen Spende //

eine Veranstaltung von AfricAvenir in Kooperation mit dem August Bebel Institut //

Dialogforum: Die (Nicht-)Präsenz des Weißseins im Museum

Teil der Reihe “Dekoloniale Einwände gegen das Humboldt-Forum”

mit Peggy Piesche, Literatur- und Kulturwissenschaftlerin

Die bis dato bekannte Konzeption des Humboldt-Forums im Berliner Schloss bezieht sich auf den Ursprung der „Wunderkammer“ im Berliner Schloss, in der „Raritäten“ und „Kuriositäten“ gesammelt und ausgestellt wurden. Die Zukunftsfähigkeit solcher musealer Konzepte ist jedoch höchst umstritten. Denn dieses Museum war nicht nur Schatztruhe des Imperiums, es hatte auch Anteil an der Formierung kolonial-rassistischer Vorstellungen. Peggy Piesche wird der Frage nachgehen, wie Deutschlands Kultur dekolonisiert werden kann. Mit dem Humboldt-Forum entsteht in Berlins Mitte ein Museum, das „Wissen über die Welt“ vermitteln soll. Wer aber erzählt hier seine Geschichte? Und an welches Publikum ist diese Erzählung gerichtet?

Peggy Piesche

Peggy Piesche

Peggy Piesche ist eine Schwarze deutsche Literatur- und Kulturwissenschaftlerin, geboren und aufgewachsen in der DDR. Sie publizierte zu Rassifizierungen und Schwarzen Images, Kolonialgeschichte und kollektiver Erinnerung. Piesche ist u.a. Herausgeberin von „Mythen, Masken und Subjekte. Kritische Weißseinsforschung in Deutschland“. Seit Juli 2013 unterrichtet sie an der Academy of Advanced African Studies der Univerität Bayreuth mit dem Forschungsschwerpunkt ‘Future Africa and Digital Diaspora’.

Die Veranstaltung ist Teil der Kampagne ‘No Humboldt 21!’ und wird in Kooperation mit dem ABI, der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland und Adefra e.V. – Schwarze Frauen in Deutschland durchgeführt, sowie mit freundlicher Unterstützung der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit.

Veranstaltungsort: Galerie im August Bebel Institut | Müllerstraße 163 | S+U Wedding