Do 8. März, 19-21 Uhr
Zum Internationalen Frauentag

Anders als bei traditionellen Kriegen werden bei Völkermorden nicht nur Soldaten – in der Vergangenheit ausschließlich Männer, sondern alle Menschen einer bestimmten Gruppe ermordet: Frauen, Kinder, Alte, Menschen mit Behinderungen. Frauen erleben besondere Formen von Gewalt. Die Geschichte der Genozide ist nicht zu verstehen ohne die Rolle, die Frauen als Opfer, Widerständlerinnen oder Kollaborateurinnen einnahmen.

Geboren 1932, musste Salomea Genin als Jüdin 1939 mit ihrer Familie aus Deutschland nach Australien fliehen. Dort wurde sie Kommunistin und kam in den 1950er Jahren nach Berlin zurück, durfte aber erst 1963 in die DDR ziehen, um ein besseres Deutschland aufzubauen. 1982 stellte sie fest, dass sie einen Polizeistaat unterstützt hatte.