Kurzporträt des August Bebel Instituts

Das ABI August Bebel Institut ist eine gemeinnützige Einrichtung der politischen Bildung. Sozialdemokratische Verleger aus Berlin gründeten sie 1947, um damit in historischer Verantwortung den Wiederaufbau einer sozialen und demokratischen Gesellschaft auf den Weg zu bringen. Auch heute stehen unsere Angebote allen Interessierten offen, die sich politisch bilden und in einen Dialog treten wollen.

Unsere Ziele

Mit unseren etwa 60 bis 70 Veranstaltungen pro Jahr wollen wir erreichen:

– Politisch Engagierte und Interessierte mit stadt- und kommunalpolitischen Bildungsangeboten unterstützen;
– politische Aktivitäten und die Interessenvertretung besonders auch von jungen Menschen fördern und sie zur gesellschaftlichen Partizipation anregen;
– einen Beitrag zeitgeschichtlichen Bewusstseins in Bezug auf die Geschichte der Arbeiter_innen-Bewegung und der anderen sozialen Bewegungen, der Idee einer sozialen Demokratie, des Widerstandes im Nationalsozialismus und der Entwicklung des politischen Berlin leisten;
– den Dialog von verschiedenen Gruppen in der Stadt für eine demokratische Stadtkultur initiieren.
– Dialog und exemplarisches Lernen

Dialog ist ein wichtiges Element unserer politischen Bildungsarbeit. Berlin ist eine Stadt mit sehr unterschiedlichen Bewohner_innen bezüglich ihres Geschlechtes, des Alters, ihrer sozialen und ethnischen Herkunft und fast unendlich vielen unterschiedlichen Lebensstilen. Mit unseren Veranstaltungen wollen wir dazu beitragen, im politischen Dialog diese Verschiedenheit (Diversity) kreativ zu nutzen.

Tagespolitische, aber auch gesellschaftsphilosophische Themen- und Fragestellungen sind Ausgangspunkt für Faktenklärung und individuelle Positionsbestimmung in unseren Seminaren.

Es ist uns ein Anliegen, durch exemplarisches Lernen anhand einzelner Politikfelder gesellschaftliche Prozesse und politische Entwicklungen begreifbar zu machen, um so Menschen die Gestaltungsspielräume aufzuzeigen und in ihrem politisch-demokratischen Engagement zu unterstützen.

Demokratische Kultur

In den letzten Jahren hat das August Bebel Institut einen Schwerpunkt in der Auseinandersetzung mit Rechtsradikalismus und Antisemitismus entwickelt.
Unsere politische Argumentationstrainings und Bildungsangebote für Jugendliche, Schülervertretungen, politische Engagierte und Multiplikator_innen leisten einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung einer demokratischen Kultur und von Strategien gegen rechtsextreme Bestrebungen.
Als Bildungsinstitution in der Migrationsmetropole Berlin nimmt bei uns die Beschäftigung mit Fragen des transkulturellen Dialogs in Berlin einen hohen Stellenwert ein.

Zielgruppen

Die wichtigsten Zielgruppen unserer Arbeit sind Jugendliche, Engagierte in politischen und sozialen Ehrenämtern sowie zeitgeschichtlich Interessierte. Weitere Angebote richten sich an Multiplikator_innen der politischen Bildungsarbeit sowie an ältere Berliner_innen aus den östlichen Stadtbezirken und an Berliner_innen mit Migrationsgeschichte.

Formate

Unsere Veranstaltungen finden in Form von Abendveranstaltungen, Stadtführungen, Tagesworkshops, aber auch als Wochenendseminare mit und ohne Übernachtung in Tagungsräumen in Berlin-Mitte bzw. in Tagungszentren und Jugendbildungsstätten am Berliner Stadtrand oder im brandenburgischen Umland statt.

Galerie und Bibliothek

Mit der »Galerie des August Bebel Instituts« haben wir einen Ort, an dem sich politische und zeitgeschichtliche Ausstellungen mit künstlerischen Produktionen aus der Vielfalt der Stadt abwechseln. Hier kann sich Kultur und politische Bildung verbinden. Eine kleine Bibliothek legt besonderes Augenmerk auf die Aufarbeitung zeitgeschichtlicher Themen, speziell der Arbeiter_innen-Bewegung, der sozialen Bewegungen und der Geschichte der Sozialdemokratie Berlins. Regelmäßig erinnern wir an engagierte Persönlichkeiten des politischen Berlins. Mit Bibliotheksgesprächen und dem Oral-History-Projekt »Werkstatt Linke Lebensläufe« entwickeln wir eine emanzipatorische Erinnerungskultur weiter.

Kooperationspartner/innen

Zu den Kooperationspartnern des August Bebel Instituts gehören u.a.:

Aktives Museum Faschismus und Widerstand in Berlin, Bildungsteam Berlin-Brandenburg, Bundeskanzler Willy Brandt Stiftung, BUNDjugend Berlin-Brandenburg, Flüchtlingsrat Berlin, Forum Berlin Istanbul e.V. (FBI), Franz Neumann Archiv e.V., Friedrich Ebert Stiftung, Jüdisches Museum Berlin, Kreuzberg Museum, Kultursprünge e.V. im Ballhaus Naunynstraße, Kulturforum Stadt Berlin der Sozialdemokratie, Netzwerk Politische Bildung, Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold / Bund aktiver Demokraten e.V., Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage, Türkischer Bund Berlin-Brandenburg (TBB), Verein Selbsthilfe im Vorruhestand e.V., Werkstatt der Kulturen.

Das ABI ist Mitglied des Arbeitskreises Berliner Bildungsstätten und der Arbeiterwohlfahrt Berlin.

Struktur

Die Arbeit des August Bebel Instituts wird von 130 regelmäßigen Spendern unterstützt und institutionell durch die Landeszentrale für politische Bildungsarbeit Berlin gefördert. Die Bundeszentrale für politische Bildung fördert die Mehrzahl der Seminare mit Projektmitteln.

Träger des August Bebel Instituts ist die gemeinnützige Stiftung Institut für soziale Demokratie. Bei der Jahresplanung wird das August Bebel Institut von einem Programmbeirat beraten, dem Persönlichkeiten mit besonderen Kompetenzen in der politischen Bildungsarbeit aus Wissenschaft, Publizistik und Kommunalpolitik angehören.

Die Bildungsarbeit des August Bebel Instituts wird getragen von unserem multidisziplinären und interkulturellen Dozent_innen-Team.

Vorstand der Trägerstiftung des August Bebel Instituts

Prof. Ingrid Stahmer, Senatorin a.D. (Vorsitzende)
Marc Schulte, Stadtrat für Wirtschaft, Ordnungsamt, Weiterbildung in Charlottenburg-Wilmersdorf
Ellen Haußdörfer, MdA
Dr. Ina Czyborra, MdA
Nikolaus  Sander
Dr. Manuela Erhart, benannt von der Friedrich Ebert Stiftung

Ingo Siebert, geschäftsführendes Vorstandsmitglied

Programmbeirat des August Bebel Instituts
bisher berufen (1.11.2012):

Anna Damrat
Prof. Dr. Nils Diederich
Hella Dunger-Löper, Staatsekretärin
Priv. Doz. Dr. Siegfried Heimann
Thomas Heppener, Direktor des Anne Frank Zentrums Berlin
Eva Högl, MdB
Nicole Zeuner (FES)