Sa 9. Dezember 2017

Auf Initiative Armeniens ernannte die UN-Vollversammlung am 11. September 2015 den 9. Dezember zum Internationalen Tag zum Gedenken an die Opfer von Völkermorden und der Prävention. Im Rahmen der von der Stiftung EVZ geförderten Multiplikator*innenausbildung zu Völkermorden im 20. Jahrhundert beteiligt sich das August Bebel Institut gemeinsam mit den Kooperationspartner*innen Berlin Postkolonial e.V. und AKEBI e.V. an Aktionen und der Vermittlung an diesem Tag.
Im Rahmen der Fortbildung »Not about us without us« bildet das August Bebel Institut seit August 2017 bis April 2018 Multiplikator*innen der politischen Bildung zu Völkermorden des 20. Jahrhunderts aus.
Die Genozide an den Herero im damaligen Deutsch-Südwestafrika, den Armenier*innen und anderen christlichen Völkern im Osmanischen Reich des Ersten Weltkriegs und die Menschheitsverbrechen der Nationalsozialisten an Juden bzw. Sinti und Roma während des Zweiten Weltkriegs sind Gegenstand der Ausbildung.
Es wird nach Ursachen, Zusammenhängen und Verflochtenheit gefragt. Uns ist dabei wichtig, dass Geschichte nicht nur aus Sicht einer deutschen Geschichte erzählt wird, sondern die Erzählungen und Sichtweisen der Nachfahren miteinschließt. Historische Erzählung wird nur vollständig, wenn sie die Sicht der Betroffenen und insbesondere auch der Widerstandsperspektiven wiedergibt.
Am Internationalen Gedenktag wollen wir gemeinsam mit den Teilnehmer*innen der Ausbildung das Thema Völkermorde und seine Erinnerung öffentlich diskutieren.