Eine Ausstellung von Daria B.
3. März bis 31. März 2017

Geschlossene Schwimmbäder, verlassene Fabrikhallen, Bahnhöfe, an denen kein Zug mehr hält. Berlin hat viele solche Orte, die oft ein besonderes Flair ausstrahlen. Sie passen so gar nicht in die wachsende und sich ständig erneuernde Metropole Berlin.
Daria B. hat schon einige Ausstellungen ihrer Fotos in Deutschland gehabt. Sie liebt solche verlassenen Orte. Sie geben ihr innere Ruhe für die Seele und Gelegenheit, der hektischen Welt zu entfliehen. Sie sucht verlassene Orte auf und fotografiert sie, auch um die Vergangenheit von historischen Gemäuern zu erfahren und den alten Spuren, von dem was einmal war, zu folgen und sie wieder ans »Licht zu bringen«.

Dazu gehört das Projekt »Schönheit gegen Verwahrlosung«. Fotografie, Kunst und Tanz werden mit verlassenen Orten vermischt, mit der Absicht, diese Orte nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Durch eine alternative Zwischennutzung, durch Erkundungstouren, Kunst, Events und Fotografie setzt sie sich für eine Wiederinstandsetzung dieser Orte ein.
Die Ausstellung zeigt verlassene Orte in einer Stadt, in der mehr und mehr Menschen eine Heimat finden. Was passiert mit diesen Orten? Soll ihr Charakter erhalten bleiben? Werden sie abgerissen oder einer neuen Nutzung zugeführt, die vielleicht ihre Schönheit bewahrt?

Diese Fragen werden im Zusammenhang mit der Stadtentwicklung Berlins diskutiert. Wie kann eine Strategie in Berlin aussehen, die momentan verlassenen Orte systematisch zu entwickeln?

Öffnungszeiten: Mo–Mi 14–18, Do 17–19, 
Fr 16–20 Uhr

Weitere Informationen 
www.verlasseneorteberlin.com

____________

Fr 3. März, 19 Uhr
Vernissage

Mit: Daria B. (Künstlerin)
Anmeldung erbeten unter anmeldung[at]august-bebel-institut.de

____________

Do 9. März, 19 Uhr
»Die Mauerpark-Affäre«
Berliner Hefte zu Geschichte und Gegenwart der Stadt #1

Unmittelbar nach dem Fall der Berliner Mauer beginnen die Bürger*innen eigenmächtig mit der Begrünung eines Teils des ehemaligen Grenzstreifens zwischen den Bezirken Prenzlauer Berg und Wedding. Die folgenden 25 Jahre wird um die Fertigstellung des Parks gerungen. Die detaillierte Rekonstruktion des Verfahrens anhand politischer Protokolle, Zeitungsartikel und Bebauungspläne führt geradewegs an die Grenzen der Begriffe »Teilhabe« und »repräsentative Demokratie«.

Mit: Judith Laub (Kultur- und Politikwissenschaftlerin) und Heimo Lattner (Künstler)

Anmeldung erbeten unter anmeldung[at]august-bebel-institut.de

____________

Fr 24. März, 19 Uhr
Verlassene Orte und ihre Zukunft
Die Liegenschaftspolitik des neuen Senats

Liegenschaften sollen nicht mehr nur dem Zweck dienen, mit Maximalerlös verkauft zu werden, sondern der Entwicklung von Lebensqualität. So sieht es der Koalitionsvertrag für den neuen Berliner Senat vor. Wir lassen uns erklären, wie der Senat in Zukunft mit den »verlassenen Orten« umgehen wird und diskutieren die Frage, wie mit den Einzelfällen im Hinblick auf Zustand, architektonischem Wert und Eigentumsrechten umzugehen ist.

Mit: Matthias Kollatz-Ahnen (Finanzsenator) und 
Andrea Hofmann (Initiative Haus der Statistik)

Anmeldung erbeten unter anmeldung[at]august-bebel-institut.de

____________

Fr 31. März, 19 Uhr
Finissage
Romantik und Idylle in der Großstadt –
 wie passt das zusammen?

Ein gemeinsamer Rückblick auf die Ausstellung der 
verlassenen Orte in Berlin.

Mit: Daria B.

Anmeldung erbeten unter anmeldung[at]august-bebel-institut.de