Do 12. März 2015, 18–20 Uhr

Teil 1: Ein Gespräch zur Einführung

Rassistische Diskriminierung aufgrund der (zugeschriebenen) ethnischen Herkunft und Diskriminierung aufgrund der (vermuteten) sozialen Herkunft liegen häufig nah beieinander. Ein drastisches Beispiel dafür ist die Rede über vermeintliche Armutszuwanderung. Hier werden Menschen einerseits fremd gemacht, andererseits auf ihre ökonomische Verwertbarkeit reduziert. Auch bestimmen häufig Sprache, Äußeres und ökonomischer Stand darüber, wie erfolgreich die Suche nach Arbeit oder Wohnung ist. Und Menschen erfahren Beachtung oder Herabwürdigung abhängig davon, wie sie Deutsch sprechen, ob sie sich akademisch oder nicht-akademisch ausdrücken.
Wie sehen die Beziehungen von Rassismus und Ausgrenzung aufgrund sozialer Herkunft aus? Inwiefern taugt der Begriff Klassismus, um Letztere zu benennen? Welche konkreten Erfahrungen beschreibt er? Welche nicht? Warum ist Klassismus kaum Thema in Deutschland? Warum können viele schwer unterscheiden, ob sie rassistisch oder klassistisch diskriminiert werden? Wie können wir Rassismus und Klassismus zusammen denken? Diesen Fragen widmet sich die erste von vier Veranstaltungen.

Mit: Tanja Abou (Social-Justice-Trainerin, Institut für Klassismusforschung), Çağrı Kahveci (Politikwissenschaftler, Alice Salomon Hochschule), Koray Yılmaz-Günay (Akademie für politische Bildung der Rosa-Luxemburg-Stiftung, ehem. Berater beim ADNB)
Moderation: Manuela Bauche (ABI)

In Kooperation mit dem Antidiskriminierungsnetzwerk Berlin des Türkischen Bundes in Berlin-Brandenburg (ADNB)
, gefördert von der Landeszentrale für politische Bildungsarbeit Berlin

Anmeldung erbeten bis 5. März unter anmeldung[at]august-bebel-institut.de

Flyer der Veranstaltungseihe “Klassismus und Rassismus” zum Download