Sa 3. August, 19-21 Uhr | Performance & Installation

Die Performance fragt nach Identität und Kollektivität in einem feministischen Kontext. Während ihrer Recherche in den Straßen und an den Türen im Berliner Wedding fragte die Künstlerin viele Frauen verschiedener Lebensstile, Berufe und sozialer Schichten nach ihrer aktuellen täglichen Gebrauchskleidung und sammelte diese. Während der Performance zieht die Künstlerin jedes Kleid übereinander an. So entsteht ein metaphorisches Schichtkleid. Die Frauen und die Künstlerin verschmelzen. Nach der Performance bildet es ein dreidimensionales Objekt, das sie alle gemeinsam repräsentiert.
Die Performance wurde in Kassel, Berlin und in Motes Claros/Brasilien aufgeführt und ändert sich an jedem Ort, je nach der sozialen Dynamik der Stadt.
Mit: Mehtap Baydu (Künstlerin)

Anschließend Gespräch mit: Ingo Siebert (Stadtsoziologe), Karen Taylor (Co-Vorsitzende der AG Migration und Vielfalt der SPD-Berlin) u.a..

Die Installation kann vom Mo 5. August – Fr 9. August von 14-18 Uhr besichtigt werden.
Anmeldung erbeten [O55]

Mehtap Baydu wurde 1972 in Bingöl in der Türkei geboren. Die Künstlerin lebt und arbeitet heute in Berlin. Sie studierte Kunst an der Kunsthochschule Kassel, u.a. bei den Professoren von Windheim
Sie erhielt Stipendien von der Universität Kassel und der Otto Braun Stiftung. Fiktionen, erfundene Charaktere und alltägliche Materialien wie Kleidung, Essen, Sprichworte sowie ihr eigener Körper sind Inspirationen und Bestandteile der künstlerischen Arbeit von Mehtap Baydu. Während ihr Hauptaugenmerk auf der Performance als Kunstform liegt, greift sie in ihren Arbeiten außerdem auf Fotografie, Film, Installation und Bildhauerei, zurück.
www.mehtapbaydu.com

Foto: EVG photos von Pexels.