Fr 5. September 2014, 18–21 Uhr

In den 1910er Jahren war Berlin Hochburg der Arbeiterbewegung und Zentrum der Kriegsopposition. Auf der Straße und im Parlament, in Betrieben und Markthallen protestierten Berliner/innen gegen Regierung und Militär. Die Ausstellung gibt jenen Stimme und Gesicht, die ein Ende des Krieges bereits forderten, bevor er militärisch verloren war. Dazu zählen prominente Persönlichkeiten wie die Schriftstellerin Bertha von Suttner oder der Sozialist Karl Liebknecht, aber auch weniger bekannte Schicksale wie jenes der Sozialdemokratin Martha Arendsee, die ein Anti-Kriegs-Flugblatt in der Schuhsohle ins Ausland schmuggelte, Aktionen der Berliner Arbeiterjugendbewegung, Massendemonstrationen, Hungerkrawalle und politische Streiks. Die Ausstellung zeigt, dass wo Krieg war, auch immer Protest stattfand.

Wir erinnern an die Anti-Kriegs-Proteste der 1910er Jahre, hören Berichte zur Friedensbewegung der 1980er und diskutieren, was Antimilitarismus in Zeiten von Bundeswehreinsätzen bedeutet.

Grußwort: Heidemarie Wieczorek-Zeul (ehem. MdB, Bundesministerin für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung a.D.)

Mit: Ute Finckh-Krämer (MdB, Unterausschuss Abrüstung, Mitbegründerin des Bundes für Soziale Verteidigung), Henning Holsten (Historiker, Ausstellung »Menschen gegen den Krieg«) und Michael Oberstadt (Archiv der sozialen Demokratie / Friedrich-Ebert-Stiftung)
Moderation: Gisela Notz (Historikerin, Hg. v. »Krieg tötet Zukunft«)

Um Anmeldung bis 3. September wird gebeten unter anmeldung(at)august-bebel-institut.de

Ausstellung: Mo 8. September bis Do 2. Oktober 2014
Öffnungszeiten: Mo, Mi, Do, Fr 14–18 Uhr, Di nach Vereinbarung

Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildungsarbeit Berlin
In Kooperation mit dem Archiv der sozialen Demokratie / Friedrich-Ebert-Stiftung