»Afrikanisches Viertel« | Projekt | Gedenkobjekte | Vorträge & Diskussionen | Wünsche | Projektbeteiligte

 

Wie kann Lernen und Erinnern im Afrikanischen Viertel aussehen? Dieser Frage widmete sich »Memory Streets«. Ein Ergebnis des Projekts sind Ideen für Installationen, die im Afrikanischen Viertel stehen könnten, um Passant_innen dessen Geschichte zu vermitteln. Viele dieser Installationen laden zum Lesen ein, aber auch zum Anfassen, Bewegen und Hören. Es sind Modelle, die wir denjenigen als Anregung anbieten, die am Planen und Nachdenken über den »Lern-und Erinnerungsort Afrikanisches Viertel« (LEO) beteiligt sind.

Am Ende des Projekts steht auch ein zentrales Feedback aus den öffentlichen Diskussionen: Dass die Geschichte des Kolonialismus für unterschiedliche Menschen unterschiedliche Bedeutungen hat. Vielen Weißen Menschen scheint Kolonialismus vergangen. Für Menschen of Color bleibt er aktuell – durch den Rassismus, den sie erfahren. Für die Afrikanische Community in Berlin und für Menschen in den ehemals kolonisierten Ländern wirkt er in der Ungleichheit globaler Beziehungen nach.

Erinnerung an Kolonialismus muss den Perspektiven derjeni­gen gerecht werden, die durch ihn betroffen sind. Deshalb müssen sie an der Gestaltung des »Lern und Erinnerungsortes Afrikanisches Viertel« konzeptionell beteiligt werden. So lautete die Forderung, die in den Diskussionen wiederholt gestellt wurde. Um sie einzulösen, braucht es spezifische Strukturen und viel Zeit – zum Zuhören und Besprechen. Beides wünschen wir dem »LEO«.

Manuela Bauche, August Bebel Institut

 

Wünsche, auf Papier geschrieben und gezeichnet