Do 12. bis So 15. Oktober 2017

Gemeinsam mit unseren Partner*innen Berlin Postkolonial e.V. und AKEBI e.V. besuchen wir die Stadt, in der Hitlers Aufstieg begann. Was machte früher die »Stadt der Bewegung« aus? Wie entwickelt sie sich heute und wie erinnert sie sich ihrer Geschichte? Das Programm am Freitag findet in Dachau statt und befasst sich umfassend mit dem ehemaligen Konzentrationslager. Das Max-Mannheimer-Studienzentrum wird uns in die Materie einführen, durch die Gedenkstätte führen und über erinnerungskulturelle Fragen diskutieren.
Die Auseinandersetzung mit der Kolonialgeschichte Münchens steht am Samstagvormittag auf dem Programm. Die Historiker*innen Sarah Berg und Simon Goeke führen uns durch das Stadtmuseum und zu den Orten der Stadt, an denen die koloniale Vergangenheit sichtbar wird. Beide haben an der sehr erfolgreichen Ausstellung »Decolonize München« mitgewirkt.
Samstagnachmittag entdecken wir neue Seiten Münchens in der Nähe des Ostbahnhofs. Das Werksviertel, auf dem früher die Pfanni-Fabrik stand, wird in großem Stil zu einem modernen Stadtviertel entwickelt. Hier spielt auch Kunst eine große Rolle. In der »White Box«, einem Raum für wechselnde Ausstellungen, sehen und diskutieren wir die »Fleisch und Stein«–Positionen zur Transformation der Stadt und Aneignung von städtischen Räumen.
Bei verschiedenen Gelegenheiten werden wir Politiker*innen aus München und Bayern treffen, mit denen wir über aktuelle politische Themen, aber auch Fragen der Erinnerungspolitik diskutieren können. Am Abend ist (optional) Gelegenheit, die Münchner Kammerspiele zu besuchen.

Leitung: Ingo Siebert (Geschäftsführer des ABI) und Reinhard Wenzel (Bildungsreferent des ABI)
Beitrag: 200,– € (ermäßigt 110,– €) inkl. Doppelzimmer, 90 € Einzelzimmerzuschlag
Ermäßigung für Studierende, Arbeitslose und Empfänger*innen von Sozialleistungen möglich.
Anmeldung unter anmeldung@august-bebel-institut.de [H80]

Die Beantragung von Bildungsurlaub ist möglich.