Do 7. Mai 2015, 19–21 Uhr

In Deutschland bestand und besteht nach wie vor ein widersprüchliches Bild Russlands: Nach dem Sieg über die napoleonischen Truppen wurde Zar Alexander der I. hierzulande noch als »Befreier Europas« gefeiert, Dichter wie Tolstoi und Dostojewski standen hoch im Kurs. Dagegen hatte während der beiden Weltkriege anti-russische und anti-sowjetische Propaganda Hochkonjunktur. Auch heute dominieren in den Medien Bilder Russlands als Bedrohung für Europa. In Bezug auf den Ukraine-Konflikt wird vor Russlands Machtinteressen gewarnt – während das strategische Interesse der EU an der Ukraine weitgehend unsichtbar bleibt. Worin genau manifestier(t)en sich diese Bilder? Worauf gründen sie sich? Wie erklären wir ihre Veränderung? Und wie können wir eine differenzierte Haltung entwickeln?

Mit: Dmitri Stratievski (Politologe, Historiker und stellv. Vorsitzender des Osteuropa-Zentrums Berlin e.V.), Peter Jahn (Historiker, ehem. Leiter des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst)
Moderation: Siegfried Heimann (Historiker und Politikwissenschaftler)

Anmeldung erbeten unter anmeldung[at]august-bebel-institut.de