April | Mai | Juni 2016

Ausstellung: »Face To Face – Nachbar Polen« Krzysztof Gierałtowski

In Kooperation mit der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Berlin e.V.

Krzysztof Gierałtowski: Nicole Orzechowska - Malarka_kleinDer Warschauer Künstler Krzysztof Gierałtowski entwickelt seit vielen Jahrzehnten die Porträtfotografie weiter. Seit den 1970er Jahren arbeitet er an dem Langzeitprojekt, Gesichter der polnischen Gesellschaft zu porträtieren und sie in Szene zu setzen. Seine Perspektive ist eine radikal subjektive.  Gierałtowski dokumentiert die Persönlichkeiten nicht, er kreiert ein Bild, dessen Proportionen er mitbestimmt. So entstehen sehr persönliche Arbeiten.

Die Ausstellung »Face to Face« wurde zuerst 2015 in Rzeszow und Olsztyn gezeigt. Sie porträtiert polnische Politiker*innen, Wissenschaftler*innen, Künstler*innen, Schauspieler*innen auf sehr individuelle Art und Weise. Manche sind auch über die Grenzen Polens hinaus bekannt wie der EU-Ratspräsident Donald Tusk, viele können neu entdeckt werden. Sie werden auf die für Krzysztof Gierałtowski so typische Weise mit Mitteln der Fotografie und des Theaters präsentiert. Die Ausstellung umfasst insgesamt 38 Werke, von denen jetzt in Berlin eine Auswahl von 16 Bildern gezeigt wird.

Krzysztof Gierałtowski wurde 1938 in Warschau geboren. Zu Beginn der 1960er Jahre wurden seine Fotografien in größeren Ausstellungen gezeigt. Seitdem eroberten sie die Welt. Die Library of Congress in Washington sah sie ebenso wie das MOMA in New York oder San Francisco. In Norwegen, den Niederlanden und vielen osteuropäischen Ländern stellte Gierałtowski seine Werke aus.
Der Künstler erfuhr viele Ehrungen, zu der zuletzt 2014 das Offizierskreuz des Ordens Polonia Restituta durch den Präsidenten der Republik sowie die Ehrenauszeichnung »Bene Mérito« des polnischen Außenministers für die Stärkung der internationalen Position Polens gehören.

Mehr über die Ausstellung und weitere Projekte erfährt man auf www.gieraltowski.pl

Ausstellung: 7. April bis 12. Mai 2016
Öffnungszeiten: Mo – Fr 14–18 Uhr und nach Vereinbarung

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Do 7. April 2016, 19–21 Uhr
Vernissage

In Kooperation mit der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Berlin e.V.

Mit: Krzysztof Gierałtowski (Künstler), Christian Schröter (Vorsitzender Deutsch-Polnische Gesellschaft Berlin e. V.) , Paulina Kleiner (Europabeauftragte des Landkreises Dahme-Spreewald), Katarina Niewiedzial (Integrationsbeauftragte des Bezirks Pankow)

Anmeldung erbeten unter anmeldung[at]august-bebel-institut.de

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Do 14. April 2016, 19–21 Uhr
Polen nach dem Machtwechsel
In Kooperation mit der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Berlin e.V.

Die Parlamentswahl in Polen am 25. Oktober 2015 brachte eine extrem konservative Regierung mit einem Parlament ohne linke Parteien hervor. Seitdem änderte sich die innenpolitische Situation in Polen drastisch, aber auch die Beziehungen zu den Nachbarländern. Wir diskutieren die neue Lage in Polen und die Konsequenzen für die europäische Politik.

Mit: Piotr Buras (European Council on Foreign Relations), Weronika Priesmeyer-Tkocz (Europäische Akademie Berlin), Kai-Olaf Lang (Stiftung Wissenschaft und Politik), Gabriele Lesser (Osteuropa-Korrespondentin)

Moderation: Ingo Schuster (Stellv. Vorsitzender Deutsch-Polnische Gesellschaft Berlin e.V.)

Anmeldung erbeten unter anmeldung[at]august-bebel-institut.de

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So 17. April 2016, 15–18 Uhr
Das »polnische Berlin« – Ein Stadtrundgang
In Kooperation mit der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Berlin e.V.

Seit Jahrhunderten leben Polinnen und Polen in Berlin. Wir wollen ihre Geschichte(n) entdecken und das heutige »polnische Berlin«. Die Stadttour führt an polnische Begegnungsorte, an Stätten polnischer Mythen und deutscher Vorurteile.  Wir begegnen polnischen politischen Bewegungen von der Revolution 1848 über die Gewerkschaft Solidarność der 1980er Jahre bis heute.

Mit: Margaritta Patron (Historikerin)
Beitrag 5 €, Anmeldung bis 11. April [B52]

Anmeldung erbeten unter anmeldung[at]august-bebel-institut.de

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Do 21. April 2016, 18–21 Uhr
»Alternative für Deutschland« – Von der Anti-Euro- zur Anti-Flüchtlingspartei

Die Partei »Alternative für Deutschland« steht im Fokus der Medien wie zuletzt die Piratenpartei. Doch im Gegensatz zur Piratenpartei zeichnet sich die AfD besonders durch eine Anti-Haltung aus: erst das Anti-Euro unter Lucke, jetzt das Anti-Flüchtlinge unter Petry. Woher kommt die AfD? Was will sie und welches Potenzial besitzt sie in den Berliner Bezirken?

Leitung: Stefan Weger (Politikwissenschaftler und Redakteur u.a. bei neukoellner.net)

Anmeldung erbeten unter anmeldung[at]august-bebel-institut.de

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Di 26.–Mi 27. April 2016 in Woltersdorf
Achtung: Neues Datum (ursprünglich am Mi 11.–Do 12. Mai 2016)

Quo vadis Europa?

Seminar für Vorruheständler*innen und Senior*innen

Länder in Südeuropa fühlen sich von Deutschland bevormundet; Polen und Ungarn stellen unser Verständnis des Rechtsstaats in Frage; Großbritannien diskutiert gar den »Brexit«. Wie geht es weiter mit der EU?

Leitung: Klaus Sommer (Politologe)
In Kooperation mit Selbsthilfe im Vor-Ruhestand e.V.
Beitrag: 30 € (DZ) bzw. 35 € (EZ) inkl. Übernachtung und Verpflegung

Anmeldung erbeten bis 2. Mai unter anmeldung[at]august-bebel-institut.de

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Do 28. April 2016, 19–21 Uhr
Mein Polen – Mein Deutschland
In Kooperation mit der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Berlin e.V.

2016 sind 25 Jahre seit der Unterzeichnung des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages vergangen. Hinter der großen Politik aus Regierungsgipfeln, Jubiläums- und Gedenktagen stehen die erlebten Geschichten von Menschen, deren Beitrag zum gemeinsamen deutsch-polnischen Miteinander kaum wahrgenommen wird. Zwei dieser Geschichten wollen wir an diesem Abend vorstellen.

Mit: Reinhold Vetter (Journalist und Publizist), Maria Gast-Ciechomska (Fraueninitiative Berlin-Warschau e.V.)

Moderation: Dorota Danielewicz-Kerski (Journalistin und Autorin)

Anmeldung erbeten unter anmeldung[at]august-bebel-institut.de

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Sa 30. April 2016, 16.30 –20 Uhr      
Wie is(s)t die Stadt? – Ein Programm in und mit der Markthalle Neun

16.30 Uhr Rundgang:  IX, Neun, neu: Wie sich die Eisenbahnmarkthalle in Kreuzberg neu erfand.
Mit: Christoph Albrecht (Diplom-Volkswirt, ehem. Sprecher der Anwohnerinitiative)
Beitrag: 5 €; Anmeldung bis 20. April unter anmeldung@august-bebel-institut.de
18 Uhr Maibockanstich mit Dilek Kolat (Bürgermeisterin von Berlin und Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen) und Johannes Heidenpeter (Heidenpeters Craft Bier)
19 Uhr Gespräch mit Ina Czyborra (Mitglied im Abgeordnetenhaus / Freunde der Domäne Dahlem e.V.) , Willi Lehnert (Ökonauten e.G.) u.a.
In Kooperation mit der Markthalle Neun und Slow Food Berlin

Ort: Markthalle Neun, Eisenbahnstraße 42/43, 10997 Berlin

Anmeldung erbeten unter anmeldung[at]august-bebel-institut.de

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Mo 9. Mai 2016, 18–20 Uhr
Betteln, Arbeitszwang und Rebellion. Geschichte der Armut in Berlin – Ein Stadtrundgang

Die historische Spurensuche zeigt den Wandel im gesellschaftlichen Umgang mit Armen vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert. An die Stelle religiöser Spendenpflicht trat Regulieren und Kriminalisieren des Bettelns und schließlich Arbeitszwang. Dagegen entwickelten sich vielfältige Formen des Widerstandes auf der Straße, in Literatur, Kunst und sozialen Initiativen. Wer kennt die Frau, die schon 1813 die Arbeitslosenversicherung und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen propagierte und organisierte?

Mit: Claudia von Gélieu (Politologin, Frauentouren)
Beitrag 5 €

Anmeldung bis 2. Mai unter anmeldung[at]august-bebel-institut.de

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Di 10. Mai 2016, 18-22 Uhr
»Option Chaos« – Syrienkrise: 
Hintergründe, Analyse und Perspektiven

Der Bürgerkrieg in Syrien entwickelt sich zu einer der schlimmsten humanitären Katastrophen der letzten Jahrzehnte. Die Syrienkrise ist mit dem Strom von Flüchtlingen, der nach Europa kommt, eine Krise »hier und jetzt« geworden. Wir wollen verstehen, was sich in Syrien abspielt und fragen, wie die Situation, in der die Syrer nur die Wahl haben, im Krieg in einer zerstörten Heimat auszuharren oder zu flüchten, überwunden werden kann.

Referenten: Alphan Tuncer (Politikwissenschaftler) und Gökhan Tuncer (Politikwissenschaftler)

Anmeldung erbeten bis 5. Mai unter anmeldung[at]august-bebel-institut.de

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Mi 11.–Do 12. Mai 2016 in Woltersdorf
Achtung: Neues Datum (ursprünglich am Di 26.–Mi 27. April 2016)

Flucht, Vertreibung, Asyl

Seminar für Vorruheständler*innen und Senior*innen

Warum flüchten so viele Menschen aus ihrer Heimat? Was bedeutet das für unsere Politik und Verwaltung? Wie kann Integration gelingen?

Leitung: Klaus Sommer (Politologe)
In Kooperation mit Selbsthilfe im Vor-Ruhestand e.V.
Beitrag: 30 € (DZ) bzw. 35 € (EZ) inkl. Übernachtung und Verpflegung

Anmeldung erbeten bis 15. April unter anmeldung[at]august-bebel-institut.de

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Do 12. Mai 2016, 19–21 Uhr
Finissage
Poetry Slam mit Paul Bokowski
In Kooperation mit der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Berlin e.V.

Bokowski wurde 1982 als Sohn polnischer Eltern geboren. Seit seinem Buch »Hauptsache nichts mit Menschen« (2013) gilt er als hoffnungsvoller Newcomer der deutschen Literaturszene.

Anmeldung erbeten unter anmeldung[at]august-bebel-institut.de

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Do 19. Mai 2016, 19–21 Uhr
Raus aus der Armut!?

Unterschichten, Illegale, Ausgegrenzte – 
Wer vertritt sie, wer kümmert sich?
Das Wort »sozial« führen viele Organisationen in ihren Namen und Programmen. Viele Menschen können ihre Interessen nicht selbst vertreten, werden von Tarifverträgen nicht erfasst, sind gar »illegal« im Land und können gar nicht »legal« arbeiten. Wie ist die Situation dieser Menschen? Was tun die »traditionellen« Organisationen von Gewerkschaften und Wohlfahrtsverbänden?

Mit: Anne Allex (Dozentin für Sozialrecht, »extramural e.V.«), Ute Kumpf (Landesvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt Berlin), Philipp Schwertmann (Arbeit und Leben e.V. Berlin),  Ulla Pingel (Verdi-Berlin Erwerbslosenausschuss)

Anmeldung erbeten unter anmeldung[at]august-bebel-institut.de

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Sa 21. Mai 2016, 10-17 Uhr
Flucht und Asyl als Aufgabe 
der Bezirkspolitik

Die Berliner Bezirke organisieren konkret Aufnahme, Unterkunft und Integration Geflüchteter. Vor Ort begegnen sich Geflüchtete, freiwillige und hauptamtliche Helfer*innen, Mitarbeiter*innen der Verwaltung und bezirkliche Politiker*innen. Wie sind der Bezirkshaushalt und die verschiedenen Bezirksämter strukturiert? Wer ist für was zuständig? Wie funktioniert das in der Praxis? Welche Erfahrungen machen Geflüchteteninitiativen mit Verwaltungsstruktur und ihrer Praxis?

Leitung: Reinhard Wenzel (Bildungsreferent)
Beitrag: 10 € inkl. Verpflegung [B34]

Anmeldung erbeten unter anmeldung[at]august-bebel-institut.de

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Sa 4. Juni 2016, 10–17 Uhr
Genossenschaften als 
Solidarisches Wirtschaften

Seit vielen Generationen organisieren sich Menschen nach dem Motto »Gemeinsam mehr erreichen« und gründen Genossenschaften. Diese wirtschaften zum Nutzen der Mitglieder, nicht für den Profit. Das Seminar möchte eine Einführung in die Praxis genossenschaftlichen Wirtschaftens geben, die Besonderheiten dieser demokratischen Rechtsform vorstellen, sowie Probleme und Lösungsmöglichkeiten diskutieren.

Leitung: Elisabeth Voß (Betriebswirtin und Publizistin, 
Schwerpunkt Solidarische Ökonomien, NETZ für Selbstverwaltung und Kooperation Berlin-Brandenburg e.V.
Beitrag: 10 € inkl. Verpflegung und Getränke

Anmeldung erbeten bis 20. Mai unter anmeldung[at]august-bebel-institut.de

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Do 9. Juni 2016, 19-21Uhr
Die Anfänge der Berliner Arbeiter*innenbewegung

Jutta Limbachs neues Buch über 
ihre Urgroßmutter Pauline Staegemann
1873 wurde der Berliner Arbeiterinnen- und Mädchenverein gegründet – Pauline Staegemann war maßgeblich daran beteiligt. Pauline wollte keine barmherzigen Almosen und keinen Wohltätigkeitsverein. Sie kämpfte um die politische Macht der Frauen und war der festen Überzeugung, dass die Lage der arbeitenden Klasse nur durch eine vollständige soziale Umwälzung der Gesellschaft verbessert werden konnte.

Mit: Gisela Notz (Sozialwissenschaftlerin) und Franziska Drohsel (ehemalige Bundesvorsitzende der Jusos)

Anmeldung erbeten unter anmeldung[at]august-bebel-institut.de

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Sa 11. Juni 2016, 11–15 Uhr
Wohnungsgenossenschaften vor Ort (9) – Eine Bustour durch den Bezirk Marzahn-Hellersdorf

Marzahn-Hellersdorf wird durch eine der größten Neubausiedlungen Europas geprägt. Ab 1900 gründeten sich hier Arbeiterwohnungsbaugenossenschaften (AWG). Nach 1990 setzten sie ihre »Plattenbauten« instand und besannen sich gleichzeitig genossenschaftlicher Traditionen. Beispielsweise das »Anders Leben« mit Kindergärten, Begegnungsstätten und Gästewohnungen. Wir lernen vor Ort vielfältige Quartiersentwicklungen, aktuelle Bauaktivitäten und genossenschaftliche Konzepte des speziellen »Dritten Wegs« zwischen Eigentum und Miete kennen.

Mit: Renate Amann (Architektin, Genossenschaftsforum e.V.)
Beitrag: 10 €

Anmeldung erbeten bis 3. Juni unter anmeldung[at]august-bebel-institut.de

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Fr 17. Juni 2016, 18-24 Uhr
Die Lange Nacht des August Bebel Instituts

Einmal im Jahr gibt es eine »Lange Nacht im Sprengelkiez«, dem Quartier westlich der Müllerstraße zwischen Ringbahn und Leopoldplatz. Auch in diesem Jahr beteiligt sich das August Bebel Institut mit einem spannenden Programm. Stündlich wechseln sich Vorträge, Konzerte, Lesungen und kreative Beiträge ab. Schauen Sie bei uns rein!

Der Eintritt ist frei.