Oktober | November | Dezember 2021

Stadt
Kultur
Geschichte

Liebe Freund*innen des August Bebel Instituts!

Unser Institut hat in außergewöhnlichen Zeiten wieder ein Programm organisiert, das internationale wie stadtpolitische, historische wie aktuelle Fragen behandelt. Die Ausstellung über Martin Wagner wird erst im Rathaus Charlottenburg, dann bei der IG Bauen-Agrar-Umwelt in Pichelssee gezeigt. In der Galerie des Instituts setzen wir uns in Form einer Ausstellung mit »Postsowjetischen Lebenswelten« auseinander.
Noch lässt sich nicht absehen, wie die politische Landschaft Berlins und Deutschlands nach den September-Wahlen aussehen wird. Aufgrund einer fortschreitenden Impfquote wird wieder mehr Begegnung möglich sein, sodass wir neben unseren Stadtrundgängen auch die eine oder andere Veranstaltung in Präsenz anbieten können. Dabei gilt auch bei uns die 3 G-Regel: Geimpft, genesen oder getestet.
Wir freuen uns wie immer auf großes Interesse und kritische Diskussionsbeiträge!

Reinhard Wenzel | Geschäftsführer
Lorenz Schwochow | Bildungsreferent

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Berlin vor Ort – Ausstellungen

Ausstellung an zwei Standorten
Martin Wagner und das neue Berlin
Als Stadtbaurat Groß-Berlins 1926–1933 leistete Martin Wagner viel, um die Metropole zu entwickeln. Einiges davon ist noch heute im Stadtbild zu erkennen, so etwa die Weltkulturerbe-Siedlungen in Britz, Siemensstadt oder Prenzlauer Berg. Die Ausstellung stellt Martin Wagners Persönlichkeit und Werk vor und lädt zur Diskussion darüber ein.
Do 7. bis Mi 27. Oktober | Geöffnet Mo–Sa 9–18 Uhr
Rathaus Charlottenburg, Otto-Suhr-Allee 100, U-Bhf. Richard-Wagner-Platz
Ab Mi 10. November
Im Haus am Pichelssee 45, Berlin-Spandau
In Kooperation mit der Gemeinschaft Jugend, Erholung und Weiterbildung e.V. (Bildungsträger der IG Bauen-Agrar-Umwelt)
Besuch nach telefonischer Anmeldung: Tel (030) 3620 190

Vernissage mit Buchvorstellung und Kuratorenführung
Mi 6. Oktober, 18-19 Uhr, Rathaus Charlottenburg Otto-Suhr-Allee 100, U-Bhf. Richard-Wagner-Platz
Vernissage mit: Reinhard Naumann (Bezirksbürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf) Reinhard Wenzel (Geschäftsführer des August Bebel Instituts) Henning Holsten (Kurator und Historiker) Renate Amann (Fachberaterin und Architektin)
Buchvorstellung (Als Beitrag unter »Das Glück bauen, die Welt verändern« zu finden) mit: Christoph Ehmann (Autor) und Gerhild Komander (Historikerin und Kunsthistorikerin)
Kuratorenführung mit: Henning Holsten (Historiker)
Anmeldung erbeten [X55]

Vernissage
Di 9. November, 18–20 Uhr (3G)
Martin Wagner und das neue Berlin
Im Haus am Pichelssee 45, Berlin-Spandau
Anmeldung erforderlich [X56]

Kuratorenführung
Sa 20. November, 11–13 Uhr (3G)
Martin Wagner und das neue Berlin
Im Haus am Pichelssee 45, Berlin-Spandau
Mit: Henning Holsten (Historiker)
Anmeldung erforderlich [X57]

Ausstellung in der Galerie des August Bebel Instituts
Freitag 15. Oktober – Freitag 12. November | Geöffnet Di–Fr 14–18 Uhr
Postsowjetische Lebenswelten | Gesellschaft und Alltag nach dem Kommunismus
Eine Ausstellung der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Internetplattform dekoder.org

Das Ende der Sowjetunion im Dezember 1991 ist Ausgangspunkt dieser informativen und vielseitigen Ausstellung. Mit verschiedenen Themenschwerpunkten widmet sie sich dem historischen Wandel, den die fünfzehn Nachfolgestaaten der Sowjetunion seitdem durchlaufen haben. Trotz der zum Teil erheblichen Unterschiede der jeweiligen Einzelstaaten bzw. deren Voraussetzungen, werden viele Gemeinsamkeiten herausgearbeitet, die den Alltag dieser Gesellschaften vor allem in den 1990er Jahren prägten.

Vernissage
Fr 15. Oktober, 18.30–20 Uhr (3G) | Galerie des August Bebel Instituts
Postsowjetische Lebenswelten | Gesellschaft und Alltag nach dem Kommunismus
Bei dieser Vernissage wird der Autor der Ausstellung J.C. Behrends einen Einblick in die Gestaltung und Konzeption der Ausstellung geben. Welcher Wandel vollzog sich in den fünfzehn Nachfolgestaaten der Sowjetunion? Wie wurde und wird mit dem Erbe der vom Kommunismus geprägten Zeit umgegangen? Welche Schlüsse lassen sich auch für die heutige Zeit aus den Umbrüchen ziehen?
Mit: J.C. Behrends (Osteuropahistoriker, Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam, Autor der Ausstellung)
Anmeldung erbeten [X50]

Finissage
Fr 12. November, 18.30–20 Uhr (3G) | Galerie des August Bebel Instituts
Postsowjetische Lebenswelten | Gesellschaft und Alltag nach dem Kommunismus
Anmeldung erbeten [X53]

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Berlin Mobil – Sicher durch 3G

Architektur (Teil der Vernissage im Rathaus Charlottenburg)
Di 19. Oktober, 18.30–20 Uhr | Online-Buchvorstellung 
Das Glück bauen – Die Welt verändern. Die Stadtplaner und Architekten Bruno Taut und Martin Wagner
Christoph Ehmann stellt sein neu erschienenes Buch vor, in dem der Berliner Stadtbaurat Martin Wagner, Gründer der GEHAG und Organisator der heutigen Weltkulturerbesiedlungen, gemeinsam mit seinem Chefarchitekten Bruno Taut vorgestellt und verglichen wird. Zwei unterschiedliche Persönlichkeiten, die gemeinsam Großes geleistet haben.
Mit: Christoph Ehmann (Autor), Gerhild Komander (Kunsthistorikerin und Historikerin)
Anmeldung erbeten [X55]

Stadtgeschichte
Sa 23. Oktober, 11–13 Uhr | Stadtrundgang (3G)
Der Bunte Wedding
Der ehemals »Rote Wedding« hat sich seit den 1950er Jahren stark verändert. Der Abriss von Stadtvierteln und der Zuzug von Menschen haben das Gesicht des Stadtteils neu geprägt. Der Wedding ist immer noch kein Reichenviertel, aber auch kein geschlossenes Arbeitermilieu mehr. In jedem Fall gibt es sicherlich viel zu entdecken.
Mit: Teilnehmenden des Projekts »Der Wedding – von rot nach bunt«
In Kooperation mit dem Tageszentrum Wiese 30 des KBS e.V.
Gefördert von der Berliner Landeszentrale für politische Bildung
Anmeldung erforderlich [X80]

Internationales
Di 26. Oktober, 18–21 Uhr | Filmabend mit Gespräch (3G)
»Courage« – Film und Gespräch
Im Zuge der Präsidentschaftswahlen in Belarus im Sommer 2020 geraten drei Schauspieler*innen des Belarus Free Theatre aus Minsk in den Sog der Massenproteste, der sie auf die Straße zieht, um lautstark für freie Meinungsäußerung und den langersehnten Machtwechsel zu demonstrieren. Doch ihr friedlicher Protest wird vom Sicherheitsapparat des Regimes brutal niedergeschlagen. Das Land steht am Rande eines Bürgerkriegs. Der Regisseur Aliaksei Paluyan begleitet den mutigen und friedlichen Widerstand von Maryna, Pavel und Denis vor und während der Proteste. Der Film wirft einen sehr persönlichen Blick auf die Ereignisse, gibt hautnah und packend Einblick in das Leben der Menschen im heutigen Belarus, die für ihre Freiheit und das Recht auf Demokratie kämpfen. 
Mit: Ann Shkor (Razam Berlin e.V.), Ingo Petz (Journalist, Internetplattform dekoder.org)
Ort und Kooperationspartner: Moviemento Kino, Kottbusser Damm 22 (U-Bhf. Schönleinstr.), www.moviemento.de
Anmeldung erforderlich [X51], Teilnahmebeitrag 10 € (Ermäßigung möglich)

Stadtpolitik
Sa 13. November, 10–14 Uhr | Workshop (3G) 
Den Bezirk gestalten – Einführung in die BVV
In diesem Workshop werden grundlegende Kenntnisse zu kommunalpolitischem Engagement vermittelt. Welche Institutionen und Organe hängen wie zusammen und wem kommt welche Verantwortung zu? Was sind meine Rechte und Pflichten als Bezirksverordnete*r, welche Besonderheiten gibt es in den verschiedenen Ausschüssen? Zudem wird die Herausforderung thematisiert, wie eine kontinuierliche Beteiligung der Mitbürger*innen gelingen kann. Neben der Beantwortung dieser Fragen wird es auch die Möglichkeit geben, sich mit Expert*innen aus der Praxis über ihre ganz persönlichen Erfahrungen auszutauschen.
Mit: Robert Wolf (Verwaltungsrichter, früher Mitglied der BVV Charlottenburg-Wilmersdorf), Expert*innen aus der BVV-Praxis
Anmeldung erforderlich [X41]

Zivilgesellschaft
Di 23. November, 18–20 Uhr | Buchvorstellung (3G)
Genossenschaften: Geschichte, Aktualität und Renaissance
Die Genossenschaft ist eine Unternehmensform, die demokratischer organisiert ist als andere. Seit den 1860er Jahren gibt es sie in Bereichen wie Konsum, Wohnen, Produktion und Landwirtschaft. Wir diskutieren mit dem Schwerpunkt Bau- und Wohngenossenschaften Erfahrun- gen, Möglichkeiten und aktuelle politische Fragen.
Mit: Gisela Notz (Sozialwissenschaftlerin), Renate Amann (Architektin)
Ort: Am Pichelssee 45, Berlin-Spandau
Anmeldung erforderlich [X58]

Geschichte
Fr 26.–So 28. November | Gedenkstättenfahrt (3G)
Exkursion zur Gedenkstätte und zum Museum Sachsenhausen
Wir lernen die Geschichte des KZ Sachsenhausen kennen und befassen uns ausführlich mit Lebensgeschichten von Häftlingen. Uns interessiert besonders, wie es gelingen konnte, unter den bedrückenden Umständen im Lager die Würde zu wahren, und wie Häftlinge sich nach der Internierung in der Freiheit zurecht gefunden haben. Darüberhinaus fragen wir, was die Bewohner*innen der Stadt Oranienburg vom nahegelegenen Lager wussten, und wie sie sich dazu verhalten haben. 
Mit: Enrico Troebst (Soziologe)
Ort: Bernauer Str. 162, Oranienburg. Anfahrt individuell.
Anmeldung bis 20. Oktober [X81]
Teilnahmebeitrag 50 € (Ermäßigung möglich)

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Berlin Online – Im Gespräch

Stadtpolitik
Do 7. Oktober, 18.30–20 Uhr | Online-Diskussion
Nach den Wahlen – wer hat wie gewählt? Ein stadtpolitischer Blick
Was bleibt in der Stadtgesellschaft nach einer vierfachen Wahl? In unserer stadtpolitischen Wahlnachlese wollen wir gemeinsam einen genaueren Blick auf die verschiedenen Ergebnisse werfen. In welchen Gebieten und Milieus der Stadt waren welche Themen zentral? Welcher Partei haben die Wähler*innen in den Fragen Wohnen und Klimaschutz ihr Vertrauen geschenkt? Wie geht es weiter nach dem Ausgang des Volksentscheids »Deutsche Wohnen & Co. enteignen«?
Mit: Ingo Siebert (Stadtsoziologe), N.N.
Anmeldung erforderlich [X40]

Internationales
Do 4. November, 18.30–20 Uhr | Online-Diskussion
Russland und Ukraine – Ursachen und Perspektiven einer konfliktreichen Nachbarschaft
Bereits in der Spät-Sowjetunion wurden die Ukraine und Russland manchmal »zwei ungleiche Schwestern« genannt. Einst wirtschaftlich starke und bevölkerungsreiche Sowjetrepubliken, wurden sie 1991 unabhängig und gingen in den 1990er Jahren unterschiedliche Wege. Nach der Annexion der Krim und dem Kriegsbeginn in der Ostukraine 2014, hegen beide Staaten feindselige Beziehungen. Wie entwickelte sich die Situation in Russland und der Ukraine seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion im Vergleich? Wie ist der Status Quo? Welche Perspektiven bestehen im ukrainisch-russischen Verhältnis?
Mit: Liana Fix (Programmleiterin Internationale Politik mit Fokus auf Russland/Osteuropa, Körber-Stiftung), Dmitri Stratievski (Politologe und Historiker)
Anmeldung erforderlich [X52]

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Hinweis zu den 3G-Veranstaltungen:
Wir bitten Sie hierbei zu beachten, dass wir aufgrund der Entwicklung der Pandemie noch nicht abschätzen können, ob die Veranstaltung stattfinden kann. Wir werden Sie nach erfolgter Anmeldung rechtzeitig vorher darüber informieren, ob der Stadtrundgang stattfindet.
Zu dem bitten wir Sie, vor Beginn der Veranstaltung einen Nachweis über einen tagesaktuellen negativen Corona-Test, eine überstandene Corona-Infektion oder eine vollständige Impfung gegen das Coronavirus vorzuweisen.

Hinweis zu den Online-Veranstaltungen:
Für die Teilnahme an den Online-Veranstaltungen schicken wir Ihnen nach Anmeldung Informationen zu Zugang und Ablauf und werden ggfs. entstehende Rückfragen gerne beantworten. Für Kurzentschlossene stehen die Veranstaltungen teilweise auch in einem Livestream zur Verfügung. Zu einzelnen Veranstaltungen werden wir zudem Dokumentationen im Nachhinein zugänglich machen.

August Bebel Institut
Bildung · Galerie · Bibliothek
Müllerstraße 163, 13353 Berlin
Anfahrt
U+S-Bhf Wedding, Bus 120
Anmeldung [at] august-bebel-institut.de oder Tel. (030) 4692–121.