Arbeit_quadratischNeues über die Arbeiterbewegung in Berlin und Brandenburg –

Eine Tagung über Schicksale und Strukturen

| Sa 30. November 2013, 10-19 Uhr in Berlin

| 11 Beiträge zur Geschichte der Arbeiterbewegung vor 1961 in Berlin ausgewählt

Durch den dieses Jahr begangenen Jahrestag der Gründung des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins ist die Geschichte der Arbeiterbewegung wieder stärker in das Interesse von Öffentlichkeit und Forschung gerückt. Dabei interessierten Stadt- und Regionalgeschichten der Arbeiterbewegung in besonderem Maße. Das gilt auch für den Berliner und Brandenburger Raum. Zur Geschichte der Berliner und Brandenburger Arbeiterbewegung wurden Biographien, Bezirks- und Ortsgeschichten zusammengetragen, zum Teil entstanden Ausstellungen zum Thema. Zuletzt lieferte Axel Weipert mit „Das rote Berlin“ einen Beitrag zu einer Gesamtgeschichte dieser regionalen Arbeiterbewegung. Eine Gesamtgeschichte der Berliner und Brandenburger Arbeiterbewegung steht dennoch nach wie vor aus.

Die Tagung will einen Beitrag auf dem Weg hin zu einer solchen Gesamtgeschichte leisten. Sie bringt neuere Forschungen zu Aspekten dieser Geschichte zusammen und stellt sie zur Diskussion. Gemeinsam wollen wir die Ergebnisse auf regionale Besonderheiten bzw. übergreifende Gemeinsamkeiten hin befragen. Die Tagung wagt dabei einen Spagat zwischen „Schicksalen und Strukturen“. Sie widmet sich zugleich der Frage, auf welche Weisen sich die Geschichte der Arbeiterbewegung aufarbeiten lässt.

Wir haben von den vielen Einsendungen 11 Beiträge ausgesucht, die  sich auf die Geschichte der Arbeiterbewegung vor 1961 in Berlin  beziehen.

Ort und Veranstalterin: August Bebel Institut, Müllerstr. 163, 13353 Berlin-Wedding

Leitung: Reinhard Wenzel, Politologe | Kontakt: Manuela Bauche, 030 – 4692 129, kontakt@august-bebel-institut.de

Beitrag: 10 € inkl. Verpflegung und Getränke
Anmeldung erbeten!

 

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Programm

 

10–10.30 Uhr | Ankunft

10.30 Uhr | Begrüßung und thematischer Einstieg durch Ingo Siebert (Geschäftsführer ABI), Reinhard Wenzel (Politologe, Berlin), Manuela Bauche (Bildungsreferentin ABI)

 

11–12.30 Uhr | Arbeiter/innenbewegung in Berlin und Brandenburg

“Die Lehrlinge ließen sich jetzt weniger schikanieren, sie protestierten erfolgreich”. Der Lehrlingsstreik an den Berliner Fortbildungsschulen im Sommer 1919 – Axel Weipert (Historiker, Berlin)
Hochburg – Kampfplatz – Vorreiter. Wahlen und Wahlrechtskämpfe in Rixdorf – Henning Holsten (Historiker, Freie Universität Berlin)

,Wirrköpfige Dreistigkeit‘? Zum Verhältnis von proletarischem und intellektuellem Radikalismus in der ,Linken Opposition‘ der Berliner KPD von 1921-1925 – Ralf Hoffrogge (Historiker, Berlin)

Moderation: Reinhard Wenzel (Politologe, Berlin)

 

12.40–14 Uhr | Mittagspause

 

14–15.30 | Verfolgung und Widerstand im Nationalsozialismus

Der Rote Stoßtrupp – Dennis Egginger (Politologe, Freie Universität Berlin)
Widerstand aus den Reihen des Einheitsverbandes der Metallarbeiter Berlins zwischen 1933 und

1935 – Stefan Heinz (Politologe, Freie Universität Berlin)
Die Bedeutung von ,Neu Beginnen‘ für die Geschichte der Berliner Arbeiterbewegung – Tobias Kühne (Historiker, Berlin)

Moderation: Stefan Müller (Historiker, Archiv der sozialen Demokratie Bonn)

 

15.30–16 Uhr | Kaffeepause

16–17.30 Uhr | Biographische Zugänge

Pauline Staegemann (1838 – 1909): Wegbereiterin der sozialdemokratischen Frauenbewegung – Gisela Notz (Historikerin, Berlin)

Von Pauline Staegemann bis Louise Schroeder. Was Biografien über die Entwicklung der Arbeiterinnenbewegung in Berlin-Brandenburg erzählen – Claudia von Gélieu (Politologin und Frauenforscherin, Initiative »Frauentouren«)

Probleme und Chancen des biographischen Zugangs zur Geschichte der Arbeiterbewegung am Beispiel der politischen Biografie Franz Künstlers – Ingrid Fricke (Historikerin, TU Berlin)

Moderation: Bettina Munimus (Politologin, EAF Berlin)

 

17.30–18 Uhr | Projekt »Linke Lebensläufe«

Präsentation des Web-Biographien-Projektes – Daniela Honigmann (Historikerin, Prag)

 

18–18.45 Uhr | Ergebnissicherung & Verabschiedung

Stefan Müller (Historiker, Archiv der sozialen Demokratie Bonn) & Reinhard Wenzel (Politologe, Berlin)

 

Im Anschluss an die Tagung laden wir herzlich ein zu:

19–21 Uhr | Arbeiterliederabend & Umtrunk

Gitarre & Gesang: Michael Karnetzki, Historiker und Stadtrat Ort: Galerie des August Bebel Instituts