Interaktive Podiumsdiskussion
Gendersensibles Mobilitätsdesign rückt zunehmend in den Fokus von Wissenschaft und gesellschaftlicher Debatte. Doch was bedeutet das konkret? Zu hoch angebrachte Haltestangen im Bus, stufenreiche Einstiege in den Zug oder Crashtest-Dummys in der Autoindustrie, die sich am männlichen Körper orientieren, sind nur einige Beispiele dafür, dass Verkehrsplanung häufig vom »männlichen Durchschnitt« ausgeht. Damit werden diejenigen benachteiligt, die nicht in dieses Raster passen – zum Beispiel ältere Menschen, Rollstuhlfahrer*innen und Kinder. Auch für Frauen, die überproportional mehr Sorgearbeit übernehmen und sich etwa mit Kinderwagen oder Familieneinkäufen im öffentlichen Raum bewegen, stellen die Barrieren in Verkehrsmitteln echte Herausforderungen dar. Dabei sind es laut Studien gerade Frauen, die den Nahverkehr viel nutzen. Zugleich fühlen sie sich in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in anderen Bereichen des öffentlichen Raums oft unsicher.
Welche Lösungsstrategien eine geschlechtersensible Verkehrs- und Stadtplanung für diese Problemfelder bieten kann, thematisieren wir auf unserer interaktiven Podiumsdiskussion »Gender & Mobilität«. Die Veranstaltung bildet den Auftakt unserer Reihe »Verkehr, nachhaltige Stadt, Inklusion, Klimagerechtigkeit« und möchte Akteur*innen aus Wissenschaft, Praxis, Verwaltung und Zivilgesellschaft mit mobilitätsinteressierten Bürger*innen in einen Dialog bringen.
Nach kurzen Impulsen von Expert*innen zu den Themen Mobility Design Gender Gap, Mobility of Care, Sicherheit, Beteiligung und Stadtplanung starten wir in Kleingruppen einen vertieften Austausch an verschiedenen Thementischen. Wir entwickeln Lösungsansätze, die anschließend in einer Zusammenfassung gemeinsam reflektiert und diskutiert werden.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation des August Bebel Instituts und der »Deutschen Verkehrswissenschaftlichen Gesellschaft e.V.«
Die Teilnahme ist kostenfrei. Um Anmeldung wird gebeten.