Programm

Programmrückblick Januar-Juni 2026
Interaktive Podiumsdiskussion: »Gender & Mobilität«, Stadtwerkstatt. Zentraler Raum für Beteiligung
Datum
Veranstaltungsort August Bebel Institut
Müllerstr. 163, 13353 Berlin
Veranstalter August Bebel Institut

Programmrückblick Januar-Juni 2026

Aktuelles

Die erste Programmhälfte liegt hinter uns – Zeit für einen kurzen Rückblick. Unser Winter- und Frühjahrsprogramm stand im Zeichen zentraler gesellschaftlicher Fragen: Wie gehen wir verantwortungsvoll mit Künstlicher Intelligenz um? Wie kann Mobilität in unserer Stadt gerechter gestaltet werden? Wie begegnen wir Diskriminierung und Rassismus? Und was können wir aus der Geschichte für Gegenwart und Zukunft lernen?

Im Juli und August verabschieden wir uns in die Sommerpause und sind ab September wieder mit neuen Themen und Perspektiven für Euch da. Dabei knüpfen wir an bestehende Veranstaltungsreihen an und setzen zugleich neue Impulse.

Hier ein Blick auf unsere Highlights der vergangenen Monate:

Den Auftakt ins Programmjahr 2026 bildete die Buchvorstellung »Das laute Berlin – Mietenkrise als Antrieb zur Wiederkehr der Vergesellschaftung?« in der Stadtwerkstatt. Zentraler Raum für Beteiligung in Berlin-Mitte. Im Rahmen der Veranstaltung diskutierten wir über die Mietenfrage in unserer Stadt, über mögliche Lösungsansätze sowie darüber, wie diese von reformsozialistischen Konzepten der 1920er Jahre inspiriert sind.

Ein Schwerpunkt der ersten Jahreshälfte war der Umgang mit Künstlicher Intelligenz. In unserem als Bildungszeit anerkanntem Workshop im Futurium verbanden die Teilnehmenden kritische Reflexion mit praktischem Handwerkszeug und entwickelten Strategien für einen verantwortungsvollen Einsatz von KI in der Arbeitswelt. In der Podiumsdiskussion »Die Rolle von KI und Social Media im Wahlkampf – Chancen und Gefahren für die freie und demokratische Meinungsbildung« im silent green Kulturquartier in Berlin-Wedding diskutierten wir mit Expert*innen aus verschiedenen Generationenperspektiven über politische Meinungsbildung in den sozialen Medien, die damit verbundenen Herausforderungen und notwendige Regulierungen.

Wie kann Verkehrs- und Stadtplanung gestaltet werden, die die Bedürfnisse aller Berliner*innen berücksichtigt? Dieser Frage widmete sich unsere interaktive Podiumsdiskussion »Gender & Mobilität« in der Stadtwerkstatt. Zentraler Raum für Beteiligung in Berlin-Mitte. Gemeinsam mit Expert*innen aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Vertreter*innen verschiedener Berliner Bezirksverwaltungen und BVV’n diskutierten die Teilnehmenden etwa über die Gestaltung von Verkehrsmitteln, kommunale Beteiligungsprozesse in der Planung sowie das Thema Sicherheit im öffentlichen Raum.

Die Teilnehmenden unserer verkehrspolitischen Exkursion beschäftigten sich dagegen auf ihrer Reise durch die Benelux-Staaten mit erfolgreichen Beispielen grenzüberschreitender Mobilität.

Sensibilisierung, Solidarität und Handlungskompetenz standen im Mittelpunkt unserer Antidiskriminierungsworkshops. Die Veranstaltung »Zwischen Bildung, Arbeit, Herkunft und Zuschreibung« verband aus intersektionaler Perspektive die Themen Klassismus und Anti-Asiatischen Rassismus. Der Workshop »Antislawismus – eine Lücke im deutschen Antidiskriminierungsdiskurs?!« machte auf eine bislang wenig beachtete Form von Diskriminierung aufmerksam und setzte sich kritisch mit ihrer strukturellen Verankerung und gesellschaftlich tiefsitzenden Vorurteilen auseinander.

Unter dem Leitgedanken »Aus der Geschichte für die Gegenwart lernen« verknüpften wir auf Stadtspaziergängen und Gedenkstättenbesuchen historische Reflexion mit aktuellem politischem Lernen. Beim Besuch des Friedhofs der Märzgefallenen in Berlin-Friedrichshain, auf dem die Opfer der Berliner Barrikadenkämpfe von 1848 begraben sind, begaben wir uns auf die Spuren europäischer Demokratiegeschichte(n). Der Erinnerungsort Ihnestraße in Berlin-Dahlem, an dem zwischen 1927 und 1945 das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik angesiedelt war, machte die Verflechtungen von Wissenschaft und Unrecht sichtbar. Auch unsere Kiezspaziergänge durch den Wedding durften nicht fehlen: Mitglieder der AG-Gedenkstein des Tageszentrums Wiese vermittelten die Geschichte des »Blutmai« von 1929 sowie die Entwicklung des Stadtteils von der Weimarer Republik bis in die Nachkriegszeit.