0807_0314-2Do 30. Juli 2015, 18 Uhr

Kultur bewirkt viel. Menschen können durch Kultur zu kritischem, selbständigen Denken gebracht werden oder manipuliert, instrumentalisiert. Vom „Brot und Spiele“ der alten Römer bis zur Reichskulturkammer Josef Goebbels‘ hat das eine lange Tradition. Kultur ist immer im Zusammenhang mit den herrschenden ökonomischen und gesellschaftlichen Verhältnissen zu verstehen. Das ist das Thema von Adornos Exkurs „Kulturindustrie. Aufklärung als Massenbetrug“ in der Dialektik der Aufklärung aus dem Jahr 1947. Mit Sätzen wie „Amüsement ist immer schon die Bestätigung des Status quo“ forderte er damals schon alle heraus, die kritisches Denken nicht ernst genug nahmen.

Was genau hat Adorno eigentlich kritisiert? Ist das Problem heute noch aktuell (oder aktueller denn je) und wie kann eine Kulturpolitik aussehen, die eine demokratische und emanzipatorische Kultur befördert?

Mit einer Einführung von Reinhard Wenzel, Politologe und Bildungsreferent des August Bebel Instituts und Lorenz Schwochow, Sozial- und Rechtswissenschaftler

Anmeldung erbeten unter anmeldung[at]august-bebel-institut.de