Do 31. Januar 2013, 19–21 Uhr

Die aktuelle Wirtschaftskrise erschüttert das griechische Parteiensystem. Die politische Linke ist zersplittert – uneins über die angemessene Reaktion auf die Sparauflagen der EU und deren soziale Folgen. Die sozialdemokratisch orientierte PASOK verlor bei den Wahlen im Mai 2012 knapp dreiviertel ihrer Mandate. Zur stärksten linken Kraft stieg das Linksbündnis SYRIZA auf, das eine strenge Sparpolitik ablehnt. Zugleich profitiert die neonazistische Partei „Goldene Morgenröte“ von der Krise. Welche Perspektiven gibt es in diesem Kontext für soziale Gerechtigkeit und emanzipatorische Politik? Besteht die Chance auf eine konstruktive Zusammenarbeit der politischen Linken – oder steuert Griechenland in „Weimarer Verhältnisse“?

Mit: Christos Katsioulis, Leiter des Büros der Friedrich Ebert Stiftung Athen, Nikos Athanasiadis, SYRIZA in Berlin, Panagiotis Matlis, PASOK/Berlin. Moderation: Sabine Schneller, Historikerin. Anmeldung erbeten [U50.3]