Gemeinsam die Geschichte des Wedding erkunden
Das Projekt ist eine Kooperation des August Bebel Instituts mit der Begegnungsstätte »Wiese 30« des KSB e.V. mit Sitz im Wedding. Es handelt sich um ein nachbarschaftliches Inklusionsprojekt der »Wiese 30«, das ferner einem breiten Publikum historisch-gesellschaftlich-politisch interessierter Personen aus der Nachbarschaft offensteht.
Es bringt an der Geschichte des Wedding Interessierte zusammen, die gemeinsam historisch zur Geschichte des Quartiers forschen und diese als Gruppenarbeit aufarbeiten möchten. Die Gruppe hat mit der Erforschung des »Blutmai« begonnen, dort hat auch der Name »AG Gedenkstein« seinen Ursprung. Denn der Wedding war ein Brennpunkt der frühen Arbeiter*innenbewegung (genannt auch »Roten Wedding«) in der Weimarer Republik und der NS-Zeit. In der Vergangenheit wurde bereits historisch zum »Roten Wedding « und zum »Bunten Wedding« geforscht und damit zur Geschichte des Wedding im Wandel von einem Arbeiter*innenbezirk der Kaiserzeit bis zu seiner diversen Gesellschaft heute.
Die 2024 überarbeitete und neu erschienene Broschüre zum »Roten Wedding« finden Sie hier: Broschüre
Das Schwerpunktthema im Jahr 2025 sind »Weddinger Frauen im Widerstand«.
Bereits vier Veranstaltungen haben in diesem Jahr im Rahmen des Projekts stattgefunden: Den Auftakt bildete eine Lesung mit Brunhilde Wehinger und Walter Frey zum Thema »Weddinger Frauen im Widerstand«. Im Februar informierte die Veranstaltung »Her mit dem allgemeinen Wahlrecht für alle!« über die Geschichte des Wahlrechts in Deutschland und setzte sie mit aktuellen Forderungen in Verbindung. Im Frühjahr standen zwei Stadtspaziergänge auf dem Programm: ein Stadtrundgang erinnerte an den »Blutmai« von 1929, der andere setzte sich mit dem Thema »Der Rote Wedding« auseinander. Am 27. September folgt die Erkundung des »Bunten Weddings« – ebenfalls in Form eines Spaziergangs – und am 18. Oktober findet erneut »Der Rote Wedding« statt.
Projektziele:
Erfahrung von Selbstwirksamkeit und Empowerment der einzelnen Gruppenmitglieder; Arbeit in der Gruppe; Zusammenarbeit zwischen Betroffenen, Menschen aus der Nachbarschaft in Kooperation mit kulturellen und öffentlichen Trägern des Quartiers; Erforschung, historische Aufarbeitung und Vermittlung der sozialhistorischen und politikgeschichtlichen Bedeutung des Wedding, in dem sich der Sitz des August Bebel Institutes befindet; historische Arbeit im Bereich der Geschichte der Sozialdemokratie.