So 10. März 2019, 16-17 Uhr

Im Ausstellungsgespräch erläutern die Kunsthistorikerin Katharina Fladt und die Künstlerinnen Ina Geißler, Andrea Golla, Regina Weiss und Sibylla Weisweiler die eigens für die Ausstellung entwickelten Arbeiten und die historischen wie aktuellen Forderungen zur Gleichberechtigung, die darin umgesetzt wurden. Einige Werke setzen sich mit historischen Persönlichkeiten wie Anita Augspurg, Hedwig Dohm, Louise Weiss und Annedore Leber auseinander. Hinterfragt werden außerdem traditionelle Frauenbilder und (biologistische) Geschlechterunterschiede, die sich auf die politische Mitbestimmung und die gesellschaftliche Teilhabe von Frauen auswirkten. Thematisiert werden auch die verschiedenen Wege zu Frauenwahlrecht – über eine Revolution oder über Reformen – und internationale Unterschiede. Auch die verschiedenen Strategien auf diesem Weg wie u.a. öffentliche Reden, Protestaktionen sowie die weltweite Vernetzung werden diskutiert. Schließlich greifen einige Künstlerinnen die aktuelle Gefährdung der erworbenen Rechte und der Demokratie im Allgemeinen auf.

Die anwesenden Künstlerinnen setzen sich in ihren Werken mit exemplarischen Lebensentwürfen, real und fiktional, in der Überwindung von Geschlechterdifferenzen und traditionellen Rollenbildern auseinander.

Die Besucher*innen sind eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen.

Ort: Willy-Brandt-Haus, Stresemannstr. 28 (U Hallesches Tor)