Fr 2. Mai, 16–20 Uhr
Berliner Markthallen und ihre Geschichten

Die wachsende Metropole hat Hunger und Durst: Was heute gilt, war auch vor 130 Jahren so, als die Industrialisierung Berlin um ein Vielfaches wachsen ließ und zwischen 1848 und 1900 die Einwohnerzahl von 500.000 auf zwei Millionen stieg. Berlin erhielt eine moderne Kanalisation, Mietskasernen und Brauereien entstanden, die Eckkneipe wurde zum Wohnzimmer mit Molle und Korn. Weil es immer wieder Versorgungsengpässe gab und die hygienischen Bedingungen auf den Wochenmärkten katastrophal waren, ließen die Stadtväter in ganz Berlin Markthallen errichten. Dort kauften vor allem ärmere Menschen ein. – Was bedeuteten diese Hallen für das Leben der ArbeiterInnen und für die Arbeiterbewegung?

Im Nachklang zum „Tag der Arbeit“ und bei frisch angestochenem Maibock wollen wir uns am Beispiel der Markthalle Neun der bewegten Geschichte der Berliner Markthallen nähern. Und von dort einen Blick wagen auf die gegenwärtige und zukünftige Rolle der Markthallen im wieder wachsenden Berlin. Über die Brau- und Versorgungsgeschichte rings um die Markthalle Neun und das Engelbecken informiert ein Rundgang im Kiez.

Veranstaltungsort:
Markthalle Neun, Eisenbahnstraße 42/43, 10997 Berlin-Kreuzberg
In Kooperation mit Markthalle Neun und Slow Food Berlin

Anmeldung erbeten: hier [W89]

Programm

16 Uhr:
„Spree und Sumpf und Sauer Bier – Hauptstadt und Durst” – Ein Rundgang durch Berlins Brau- und Versorgungsgeschichte rings um die Markthalle Neun und das Engelbecken. Es führt Peter Eichhorn, Stadtführer, Berlin- und Bierautor, Treffpunkt: Markthalleneingang Pücklerstraße

17 Uhr:
Maibock-Anstich beim Heidenpeter mit Dilek Kolat, Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen

18 Uhr:
Die bewegte Geschichte und neue Perspektiven der Berliner Markthallen am Beispiel der Markthalle Neun.
Vortrag und Diskussion mit Reinhard Wenzel (Politologe), Angela Martin (Historikerin) und Nikolaus Driessen (Betreiber der Markthalle Neun)

Ende: ca. 20 Uhr